Systemstellen

Ein System ist wie ein Mobile, bewegt man einen Teil, bewegt sich auch der Rest.

Systemaufstellungen in der Gruppe und systemische Einzelarbeit sind Methoden, um Vorgänge „in einem System“ – Familie, Partnerschaft und/oder Beruf – sicht- und vor allem erfahrbar zu machen. Eine Systemaufstellung lässt komplexe Beziehungswirklichkeiten anschaulich und damit begreifbar werden. Begebenheiten, Annahmen und Ansichten werden durch eine Systemaufstellung explizit aus dem eigenen Kopf und der eigenen Vorstellung heraus in einen dreidimensionalen Raum gestellt und sind somit noch in anderen Dimensionen erfahrbar gemacht bzw. werden sprichwörtlich verkörpert.
Eine Familienaufstellung reflektiert vor allem den Hintergrund Ihrer Herkunft oder Ihrer aktuellen Partnerschaft

Unter einer Familienaufstellung oder dem Familienstellen versteht man eine angeleitete Selbsterfahrung, bei der der Fragende nach einem Interview durch die Aufstellungsleitung entweder sein Herkunftssystem (Vater, Mutter, Geschwister) oder sein Gegenwartssystem (Partner, Kinder, sonstige Umgebung) nach seinen Vorstellungen im Raum aufstellt. Diejenigen, die man hier im Raum aufstellt, nennt man auch Stellvertreter in einer Familienaufstellung.Um was geht es in einer Familienaufstellung überhaupt?

In Familienaufstellungen geht es vorrangig darum, mit den Problemen umzugehen, wie sie in Partnerschaft, Ehe und Familie erlebt werden. Es wird dabei klassischerweise zwischen einer Familienaufstellung des Herkunftssystems oder des Gegenwartssystems unterschieden. Mit dem Herkunftssystem wird damit die eigene Herkunftsfamilie bezeichnet, also Mutter, Vater, Geschwister und all die Personen, die da noch dazu gehört haben. Unsere Herkunft ist die Basis, der Boden unter unseren Füßen, welcher unsere Gegenwart trägt. Das ist jetzt nichts Neues, wird aber sehr oft wieder vergessen, wenn es darum geht, dass die aktuellen Probleme unser Leben bestimmen. Wir können zwar behaupten: Unsere Kindheit war und ist vorbei. Doch all das, was wir nicht verabschieden konnten, da es im Dunkeln lag oder für uns zu verwirrend, zu unübersichtlich, zu bedrohlich oder zu schmerzhaft war, ist auch heute noch wirksam.

Und genau das ist ein Aspekt der Familienaufstellung des Herkunftssystems: Zu schauen, was denn damals eventuell gefehlt hat, um eine stabile Basis zu legen. Verständnis zu bekommen für das, was passiert ist und aufbauend auf diesem Verständnis die Möglichkeit zu haben, in der Gegenwart sprichwörtlich erwachsener mit den Herausforderungen umzugehen. Manchmal braucht unser Gehirn Erklärungen für diese Zeit, manchmal muss auch unser Körper erst etwas verstehen, bevor das dann in der Gegenwart umgesetzt werden kann. Auch die moderne Bindungsforschung geht davon aus, dass vor allem in den ersten 6 Lebensjahren Dinge angelegt werden, die unser Leben maßgeblich bestimmen. Und diese lebensbestimmenden Maßnahmen können in einer Familienaufstellung sichtbar gemacht werden

Setting:

  • Systembrettaufstellung
  • Businessaufstellung
  • Familienaufstellung
  • Genogrammarbeit
  • Biographiearbeit